Daten und Fakten zur Kommunalen Unfallversicherung Bayern (KUVB) und zur Bayerischen Landesunfallkasse (Bayer. LUK)

Bei der Kommunalen Unfallversicherung Bayern (KUVB) und der Bayerischen Landesunfallkasse (Bayer. LUK) sind 5,2 Millionen Menschen in Bayern gesetzlich unfallversichert.

Versichert sind:

  • 664.000 Beschäftigte des bayerischen öffentlichen Dienstes,
  • 270.000 ehrenamtlich Tätige (z. B. Wahlhelfer, kommunale Mandatsträger, Schülerlotsen, Eltern-, Behinderten-, Ausländer- und Seniorenbeiräte),
  • 550.000 Personen in Hilfeleistungsunternehmen (insbesondere Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren),
  • 482.000 private Pflegepersonen,
  • 2,6 Millionen Schülerinnen und Schüler und Kinder in Kindertageseinrichtungen, Kinder bei Tagespflegepersonen, allgemein bildenden bzw. berufsbildenden Schulen sowie Studierende,
  • 92.000 Beschäftigte in Privathaushalten, wie Haushaltshilfen, Gartenhelfer oder Babysitter,
  • 552.000 sonstige Versicherte (wie z. B. Blut- und Organspender, Pannenhelfer).


Wie alle Zweige der deutschen Sozialversicherung ist auch die gesetzliche Unfallversicherung eine Pflichtversicherung. Die o. g. Personen sind kraft Gesetzes gegen die Folgen arbeitsbedingter Risiken (Arbeits- und Schulunfälle, Berufskrankheit, Wegeunfälle) versichert. Der Versicherungsschutz ist für die Versicherten beitragsfrei. Die Beiträge werden allein von den Kommunen und dem Freistaat Bayern sowie deren Unternehmen gezahlt. Für die Helfer im Haushalt zahlen die Haushaltsvorstände als „private Arbeitgeber“ je nach Anzahl der geleisteten Wochenstunden 35 Euro oder 70 Euro im Jahr.

Die KUVB und die Bayer. LUK haben eine soziale Selbstverwaltung, bestehend aus Vertretern der Versicherten und der Arbeitgeber.

Durch die gesetzliche Unfallversicherung sind die Arbeitgeber im Falle eines Arbeitsunfalls oder einer Berufskrankheit von der zivilrechtlichen Haftung ihren Arbeitnehmern gegenüber befreit.

Die Aufgaben der gesetzlichen Unfallversicherung

sind im Wesentlichen im Sozialgesetzbuch Siebtes Buch (SGB VII) festgelegt und umfassen:

  • Prävention von Unfällen, Berufskrankheiten und arbeitsbedingten Gesundheitsgefahren,
  • Leistungen zur medizinischen, beruflichen und sozialen Rehabilitation bei Arbeitsunfällen oder Berufskrankheiten, Entgeltersatzleistungen (Verletztengeld, Übergangsgeld),
  • Gewährung von Entschädigung, wenn schwer wiegende Unfallfolgen oder Erkrankungen verbleiben (Verletztenrenten).


Der Vorrang der Prävention gegenüber Rehabilitations- und Entschädigungsleistungen ist gesetzlich festgeschrieben und gehört zum Selbstverständnis der gesetzlichen Unfallversicherung. Nicht zuletzt daraus leiten sich der hohe Stand der Arbeitssicherheit in Deutschland und der kontinuierliche Rückgang der Arbeitsunfälle in den letzten Jahrzehnten ab.

Die wichtigsten Zahlen im Überblick

Insgesamt wurden im vergangenen Berichtsjahr über 253.000 Versicherungsfälle gemeldet, davon:

  • 193.000 Schülerunfälle
  • 60.000 Arbeits- und Wegeunfälle in der Allgemeinen Unfallversicherung
  • 308 gemeldete Berufskrankheiten
  • 22 tödliche Unfälle, davon 5 in der Schülerunfallversicherung

Für Rehabilitationsleistungen, Entschädigungen und Renten wurden 194 Mio. Euro ausgegeben, für die Prävention von Unfällen und arbeitsbedingten Gesundheitsgefahren 12,6 Mio. Euro.

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