ArgusAuge ArgusAuge FaustRegel FaustRegel SprungWaage FluchtWege LückenBüßer DoppelDenker
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Station 1: Doppeldenker

An dieser Station geht es um die Wahrnehmung. Kann man sich auf die Arbeit konzentrieren und gleichzeitig auf den Verkehr achten? Die Teilnehmer simulieren das Ausbessern schadhafter Stellen im Grenzbereich Stand-/Fahrstreifen bzw. Entfernen größerer Teile wie Auspuff, LKW-Reifenreste etc. von der Fahrbahn. Während dieser Arbeiten werden Verkehrssituationen eingespielt. Es gilt bei Warngeräuschen die Arbeit einzustellen und sich in den „sicheren Bereich“ des Banketts zu begeben!

Station 2: FaustRegel

Die Unfallschwere wird wesentlich beeinflusst, wenn man nicht angeschnallt ist, eine falsche Sitzposition eingenommen hat oder die Kopfstütze nicht richtig eingestellt hat.

Deshalb wird an der Station „FaustRegel“ die richtige Sitzeinstellung besprochen und ausgeführt.

 

Insgesamt fünf Punkte sind dabei zu beachten:

Sitztiefe
Mit dem Gesäß ganz nach hinten an die Lehne rutschen. Sitzabstand zu den Pedalen so, dass die Kniegelenke bei durchgetretenen Pedalen noch leicht angewinkelt sind. Die Sitzflächenneigung ist korrekt eingestellt, wenn die Oberschenkel auf der Sitzfläche aufliegen und im Kniekehlenbereich ca. eine Handbreit Freiraum bleibt.

Neigung der Rückenlehne
Der Neigungswinkel zwischen Rückenlehne und Sitzfläche soll etwa 100 Grad betragen. Mit der Rückenlehne sollte Schulterkontakt bestehen – auch bei Lenkbewegungen. Das Lenkrad soll mit leicht angewinkelten Armen bedient werden.

Höhe der Kopfstütze
Die Oberkante der Kopfstütze so einstellen, dass sie mindestens auf Augenhöhe ist. Der Abstand zum Kopf sollte ca. 2 cm betragen.

Gurtverlauf
Dicke Jacken ausziehen oder zumindest beim Angurten anheben, um den Bauchgurt straff am Körper zu positionieren. Der Schulterschräggurt darf nicht am Hals anliegen, sondern gehört über die Schulter (ggf. Gurthöhenverstellung nutzen). Der Beckengurt läuft unterhalb der Gürtelschnalle übers Becken – und nicht über den Bauch. Der Gurt muss nach dem Einklicken ins Gurtschloss straff gezogen werden.

Spiegel-Einstellung
Damit das Sichtfeld nicht eingeschränkt wird, sollte vom Fahrzeug so wenig wie möglich im Spiegel sichtbar sein. Um den toten Winkel zu reduzieren, wird der rechte Außenspiegel mit am Fahrerfenster anliegenden Kopf eingestellt – es sollte noch ein kleiner Teil des Fahrzeugs im Spiegel zu sehen sein. Zur Einstellung des linken Spiegel positioniert man seinen Kopf in der Mitte zwischen den Sitzen – auch hier sollte im Spiegel nur ein kleiner Teil des Fahrzeugs zu sehen sein.

Station 3: ArgusAuge

An der Station ArgusAuge geht es darum, Entfernungen und Geschwindigkeiten heranbrausender Autos auf Autobahnen sowie Lücken im Verkehr abzuschätzen.

Der Fahrzeugführer bekommt hierzu in seinem LKW-Seitenspiegel entsprechende Verkehrssituationen eingespielt, während der Rest der Gruppe die Projektion auf einem Großbildschirm sieht.

Es zeigt sich, dass Entfernungen über 50 m überschätzt, die Geschwindigkeiten von herannahenden Fahrzeugen dagegen unterschätzt werden. Ziel der Übung ist es, Lücken im Verkehr zu finden, die ein Aussteigen ohne Gefahr ermöglichen.

Station 4: LückenSpringer

Hier wird diskutiert, ob und wann man die Fahrbahn möglichst gefahrlos überqueren kann, und zwar ohne und mit Belastung, wie z. B. mit einem Schilderpfahl, einer Batterie oder einem Rasentrimmer.
Diskutiert wird auch, wie man sich verhalten soll, wenn etwas Unvorhergesehenes geschieht, z. B. das neue Smartphone aus der Tasche fällt.

Station 5: FluchtWege

Vor allem die Super-Rail stellt eine echte Barriere dar, wenn es gilt, die Fahrbahn möglichst schnell zu verlassen. 

Bei dieser Station werden Möglichkeiten diskutiert, wie die Schutzplanke bzw. Betonleitwand schnell und sicher überstiegen werden kann.

 

Die Übung soll in Eile, aber kontrolliert durchgeführt werden, keinesfalls soll es zu einem Notfall-Hechtsprung kommen.

Station 6: SprungWaage

An dieser Station springen die Teilnehmer kontrolliert aus einer vorgegebenen Höhe auf eine Waage. Dabei werden die entstehenden Belastungen gemessen.

Es zeigt sich, dass bereits bei einem Sprung aus geringer Höhe enorme Kräfte (das drei- bis vierfache Körpergewicht) auf die Gelenke wirken.

 

Damit veranschaulicht die Sprungwaage, welche Belastungen z. B. beim Sprung aus dem Führerhaus eines LKWs auf den Körper wirken.