Aktuelle Informationen

Sicherer Umgang mit Druckgasbehältern

Informationen für Einsatzkräfte bei der Brandbekämpfung
Druckgasbehälter wie Flüssiggas- oder Acetylenflaschen können Einsatzkräfte bei der Brandbekämpfung ernsthaft gefährden, denn bei zu starker Erwärmung besteht die Gefahr, dass sie "zerknallen". Der Zerknall einer Flüssiggas- oder Acetylenflasche geht mit einer Druckwelle, einem Feuerball und Trümmerflug einher. Solche Ereignisse haben in der Vergangenheit schon häufig zu schweren oder tödlichen Verletzungen geführt. Um das Risiko im Einsatz zu minimieren, haben Fachleute unter der Leitung der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) Einsatzhinweise erarbeitet. Sie sind in zwei überarbeiteten DGUV Informationen zusammengefasst:

Reifen von Feuerwehrfahrzeugen (2018)

Reifen sind sicherheitsrelevante Fahrzeugkomponenten. Als Schnittstelle zwischen Fahrzeug und Fahrbahn bestimmen Reifen im entscheidenden Maß die physikalischen Grenzen innerhalb denen ein sicheres Fahren möglich ist. Das Material von Reifen unterliegt Alterungsprozessen, die mit steigendem Alter zu einer Herabsetzung der Funktionstüchtigkeit und Belastbarkeit führen. Daher wird empfohlen, Reifen von Feuerwehrfahrzeugen spätestens bei einem Reifenalter von 10 Jahren zu ersetzt. Hintergründe hierzu und Auskünfte zu "Winterreifenpflicht" finden Sie in diesem Informationsschreiben.

April 2018 - Stellungnahme des Landesfeuerwehrverbands Bayern e.V.

Unterstützungsleistungen an Feuerwehrdienstleistende

In den letzten Wochen fanden zunehmend Erkrankungsfälle von Feuerwehrdienstleistenden, bei denen ein medizinischer Zusammenhang zwischen der versicherten Tätigkeit (Einsatz, Übung) und dem eingetretenen Gesundheitsschaden aus fachlicher Sicht verneint wurde, ein negatives Echo in den Medien (Presse, Rundfunk, Fernsehen) weiter

April 2018 - Medizinische Überwachung bei Atemschutzübungen

Feuerwehren und Atemschutz-Ausbildungsstellen führen teilweise „medizinische Eingangskontrollen" vor Atemschutzübungen durch. Zudem werden vereinzelt Vitalparameter der Atemschutzgeräteträger, wie Blutdruck oder Herzfrequenz vor oder während der Atemschutzübung (ggf. telemetrisch) überwacht. 
Das Sachgebiet „Feuerwehren und Hilfeleistungsorganisationen" der DGUV hat eine Kurzinformation zur medizinische Überwachung bei Atemschutzübungen herausgegeben.
Diese Information enthält zudem eine Vorlage zur gesundheitlichen Selbsteinschätzung für die Atemschutzbelastungsübung nach FwDV 7.

Januar 2018 - Einsatz von CO2-Feuerlöschern in Räumen

Da der Löscheinsatz mit Kohlendioxid (CO2)-Feuerlöschern in kleinen und engen Räumen eine nicht unerhebliche Gesundheitsgefährdung darstellen kann, hat das Sachgebiet „Betrieblicher Brandschutz“ im Fachbereich „Feuerwehren, Hilfeleistung, Brandschutz“ der DGUV in einem Projekt die Verwendung von tragbaren CO2-Feuerlöschern mit Kohlendioxid als Löschmittel unter derartigen Bedingungen in praktischen Versuchsreihen untersucht. Die Ergebnisse und abgeleiteten Schutzmaßnahmen sind zunächst in der Stellungnahme zum Einsatz von CO2-Feuerlöschern in Räumen zusammengefasst, die der Fachbereich „Feuerwehren Hilfeleistung Brandschutz“ am 08.12.2017 beschlossen hat.

November 2017 - Unfall mit Tanklöschfahrzeug

Leider hat sich in Bayern bei einer Fahrt mit einem Tanklöschfahrzeug ein tödlicher Feuerwehrunfall ereignet, bei dem das Fahrzeug in einer Kurve umgekippt und gegen eine Mauer gestoßen ist. Die Unfalluntersuchungen sind bis dato noch nicht abgeschlossen, so dass uns über die Ursachen dieses Unfalls noch keine gesicherten Erkenntnisse vorliegen. Dennoch möchten wir den Feuerwehren bereits zum jetzigen Zeitpunkt folgenden Hinweis geben:

Bei einigen Feuerwehrfahrzeugen liegt der Schwerpunkt konstruktionsbedingt sehr hoch. Dies kann z. B. insbesondere bei Fahrzeugen der Fall sein, die über einen großen Wassertank und zusätzlich über ein geländegängiges Fahrwerk verfügen. Das Fahren dieser Fahrzeuge stellt, vor allem unter Einsatzbedingungen, eine besonders große Herausforderung an den Fahrzeugführenden dar. Daher kommt beim Fahren dieser Fahrzeuge den Fähigkeiten der Fahrzeugführenden eine besondere Bedeutung zu.

Die Ausbildung der Einsatzfahrenden beinhaltet die fachspezifische Ausbildung am technischen Gerät und eine grundlegende Ausbildung in der Fahrzeugtechnik. Dazu kommt eine verkehrsrechtliche Unterweisung, im speziellen zur Thematik Sonderrechtsnutzung. Eine fahrerische Aus- und Fortbildung ist meist nach der Fahrschule nicht mehr vorgesehen.

Auch für Fahrzeugführende gilt die Unterweisungspflicht durch den Unternehmer. Die Häufigkeit, mindestens einmal jährlich nach § 4 (1) DGUV Vorschrift 1 „Grundsätze der Prävention“, und den Inhalt legt der Unternehmer an Hand der mit der Tätigkeit verbundenen Gefährdungen fest.

Einsatzfahrzeuge werden oftmals im Grenzbereich bewegt. Gerade bei ehrenamtlich tätigen Einsatzkräften kann nicht von einer regelmäßigen und intensiven Fahrpraxis ausgegangen werden. Zudem stellt eine Einsatzsituation immer einen zusätzlichen Stresszustand dar, dessen Auswirkungen nicht zu unterschätzen sind.

Insbesondere bei Fahrzeugen, die konstruktionsbedingt einen hohen Schwerpunkt haben, ist auf die Ausbildung, die regelmäßige Unterweisung mit Übungsfahrten und die Auswahl geeigneter Fahrerinnen und Fahrer besonders zu achten.
In diesem Zusammenhang möchten wir auf unser Medienpaket „Unterweisungshilfen für Einsatzkräfte mit Fahraufgaben“ (DGUV Information 205-024 ) aufmerksam machen, das Sie auch über unseren Medienversand bestellen können Opens window for sending emailMedienversand. Zudem möchten wir auch auf unser Angebot zum Fahrsicherheitstraining für Freiwillige Feuerwehren in Bayern hinweisen, bei dem die Fahrerinnen und Fahrer der Einsatzfahrzeuge unter sicheren Bedingungen auch extreme Situationen trainieren können.

September 2017 - Prävention von und Umgang mit Übergriffen auf Einsatzkräfte

Auch im Bereich der Feuerwehren kann es vorkommen, dass Einsatzkräfte beschimpft, bedroht oder gar körperlich angegriffen werden. Das Sachgebiet „Feuerwehren und Hilfeleistungsorganisationen“ des Fachbereichs „Feuerwehren, Hilfeleistungen, Brandschutz“ der DGUV hat daher die DGUV Information 205-027 "Prävention von und Umgang mit Übergriffen auf Einsatzkräfte der Rettungsdienste und der Feuerwehr" erstellt. Diese DGUV Information gibt Hinweise und Tipps wie der Einsatzbetrieb so organisiert werden kann, dass Konfliktsituationen gar nicht erst entstehen bzw. nicht eskalieren. Es geht dabei stets darum, Übergriffe von vorne herein zu verhindern bzw. die negativen psychischen und physischen Folgen von Übergriffen bei den Einsatzkräften zu minimieren.

Diese DGUV Information voraussichtlich ab Ende November 2017 erhältlich

September 2017 - Schutzmaßnahmen bei der Benutzung von Plasmaschneidgeräten in der Feuerwehr

Die Tätigkeit des Plasmaschneidens wird bei der Feuerwehr im Ausbildungs-und Übungsdienst sowie im Einsatz durchgeführt. Beim Plasmaschneiden entstehen hohe Temperaturen, umherspritzendes glühendes Material, stark gesundheitsgefährdende Gase, Dämpfe und Stäube sowie starke UV- und IR-Strahlung. Das  Sachgebiet „Feuerwehren und Hilfeleistungsorganisationen" der DGUV hat eine Kurzinformation zu Schutzmaßnahmen bei der Benutzung von Plasmaschneidgeräten in der Feuerwehr herausgegeben.

Juli 2017 - Schutzleiterprüfeinrichtung bei Stromerzeugern der Feuerwehr

Da nach den aktuellen Fassungen der einschlägigen Normenreihen die Schutzleiterprüfvorrichtung nicht mehr grundsätzlicher Bestandteil der Feuerwehr-Stromerzeuger ist, bestehen vereinzelt Unsicherheiten im Hinblick auf die ordnungsgemäße Prüfung der ortsveränderlichen elektrischen Betriebsmittel nach dem Einsatz.
Daher hat die KUVB in Abstimmung mit dem Landesfeuerwehrverband Bayern e.V. und dem Bayerischen Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr eine Initiates file downloadInformation erarbeitet.

Februar 2017 - Sicherheitshinweis zu Bosch Winkelschleifern

Die Robert Bosch GmbH hat einen Sicherheitshinweis für Winkelschleifer der Serien GWS und PWS zu folgenden Modellen veröffentlicht :

  • GWS 20, 22, 24; PWS 20, 1900, 2000 (Produktionszeitraum Juni bis August 2016),
  • GWS 24-230 JVX Professional mit Bremse (Produktionszeitraum Feb. bis Okt. 2016),
  • sowie zwischen Januar und November 2016 reparierte GWS 24-230 JVX Professional.


Die in den Geräten eingebaute Spindel, an der die Trenn- oder Schleifscheibe montiert ist, kann sich lösen und im laufenden Betrieb aus dem Gerät herausfallen. Nach Austritt aus dem Gerät verfügt die Spindel samt Scheibe nur noch kurzzeitig über ihre volle Bewegungsenergie, da sie weder gehalten noch weiter angetrieben wird. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass es in seltenen Fällen zu Schnittverletzungen oder Prellungen kommen könnte.
Entsprechend der Sicherheitshinweise der Robert Bosch GmbH dürfen die betroffenen Winkelschleifer ab sofort nicht mehr genutzt oder weitergegeben werden.

  • Den Sicherheitshinweis der Firma Bosch finden Sie hier.
  • Ob Ihr Winkelschleifer betroffen ist, können Sie hier kontrollieren.
  • Informationen zu diesem Rückruf hierzu finden Sie auch hier auf der Internetseite der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA).

Dezember 2016 - Neufassung der DGUV Information 205-008 "Sicherheit im Feuerwehrhaus"

Die DGUV Information 205-008 „Sicherheit im Feuerwehrhaus" ist komplett überarbeitet worden.
Die Informationsschrift gibt Anregungen und Hinweise für den Neu- und Umbau sowie den sicheren Betrieb von Feuerwehrhäusern. Sie soll helfen, die Sicherheit von Feuerwehrangehörigen, Mitarbeitern in Einrichtungen der Feuerwehr weiter zu erhöhen. Den jeweiligen Kapiteln sind Grundsätze zur Sicherheit im Feuerwehrhaus vorangestellt, die bei der Festlegung der eigenen Schutzziele bei der Gefährdungsbeurteilung eine Hilfestellung bieten sollen. Sie tragen den allgemeinen Erfahrungen des Feuerwehrdienstes Rechnung und unterstützen bei der Umsetzung der Vorgaben der DGUV Vorschrift 49 „Feuerwehren".

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