Aktuelles

Hinweise zum Schutz von Beschäftigten und Kindern in bayerischen Kindertageseinrichtungen vor einer Coronavirus-Infektion

Kindertageseinrichtungen bieten derzeit eine bedarfsgerechte Notbetreuung für Kinder an, deren Erziehungsberechtigte in Bereichen der kritischen Infrastruktur tätig und aufgrund dienstlicher oder betrieblicher Notwendigkeiten an einer Betreuung ihrer Kinder gehindert sind. Die Beschäftigten der Kindertageseinrichtungen kommen hierbei in teilweise engen Kontakt zu den Kindern und die Kinder in Kontakt untereinander. Unter diesen Rahmenbedingungen sind sowohl die Beschäftigten als auch die Kinder vor einer möglichen Infektion mit dem Coronavirus angemessen zu schützen. Hierbei können bestimmte, in sonstigen Bereichen empfohlene Schutzmaßnahmen, z. B. das Abstandsgebot, nicht oder nur unzureichend eingehalten werden.

In Abstimmung mit dem Bayerischen Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales (StMAS) und dem Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) sowie der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienste und Wohlfahrtspflege (BGW) informieren wir nachfolgend über Maßnahmen zum Schutz von Beschäftigten und Kindern vor einer Infektion mit dem Coronavirus, deren Umsetzung in Kindertageseinrichtungen sinnvoll erscheinen. Diese Maßnahmen stellen dabei Mindest-Maßnahmen dar. In der jeweiligen Kindertageseinrichtung können darüber hinaus weitere Maßnahmen erforderlich und sinnvoll sein. Diese Maßnahmen sind vom Träger der Kindertageseinrichtung zu ermitteln und umzusetzen. Hierbei kann er sich von seiner Fachkraft für Arbeitssicherheit und seinem Betriebsarzt unterstützen lassen. Relevante Hinweise werden insbesondere durch das Robert-Koch-Institut (RKI) zur Verfügung gestellt und aktualisiert. Der Träger einer Kindertageseinrichtung hat sich und seine Beschäftigten täglich über  Aktualisierungen zu informieren und getroffene Schutzmaßnahmen ggf. anzupassen.

Hier finden Sie die Zusammenstellung der Hinweise.

Neu: Branchenregel Kita

Sicherheit und Gesundheit in Kindertageseinrichtungen

Neue Branchenregel für Kitas

Die DGUV Regel 102-602 "Branche Kindertageseinrichtung" ist ein umfassendes, praxisorientiertes und leicht anwendbares Gesamtkompendium, um die Themen Sicherheit und Gesundheit in Kindertageseinrichtungen zu integrieren. Es beschreibt 16 Tätigkeiten bzw. Arbeitsplätze mit deren zentralen Gefährdungen und den darauf abzielenden wichtigsten Präventionsmaßnahmen.

Zielgruppe der DGUV Regel "Branche Kindertageseinrichtung" sind die Träger und Leitungen von Kindertageseinrichtungen.

Die Kurzversion aller wichtigen Regelungen finden Sie in unserer UVaktuell

Hinweise zum Kauf von Spielgeräten in Kindertageseinrichtungen

Stand: April 2018

Bei Besichtigungen von Kindertageseinrichtungen stellen wir fest, dass in Bewegungsräumen sogenanntes Aktivitätsspielzeug verwendet wird. Gemäß § 14 DGUV Vorschrift 82 Unfallverhütungsvorschrift "Kindertageseinrichtungen" muss Spielzeug so gestaltet und ausgewählt sein, dass es Kinder nicht gefährdet.

Für die Sicherheit der Kinder dürfen daher nur Spielgeräte und Spielzeuge zum Einsatz kommen, die den gültigen Normen entsprechen. Bei Spielgeräten ist dies die DIN EN 1176 mit ihren dazugehörigen Teilen und bei Spielzeug die DIN EN 71, außer Teil 8.

Bei den bemängelten Produkten in den Bewegungsräumen handelt es sich um Aktivitätsspielzeug, welches dem Teil 8 der DIN EN 71 unterliegt. Dieses Spielzeug ist nur für den Hausgebrauch zu verwenden und wird vom Hersteller mit folgendem Warnhinweis gekennzeichnet: „Achtung. Nur für den Hausgebrauch.

Der Hersteller ist verpflichtet, diesen Warnhinweis am Aktivitätsspielzeug oder seiner Verpackung anzubringen. Beim Kauf im Internet oder über einen Katalog des Herstellers muss dieser Sachverhalt „Achtung. Nur für den Hausgebrauch“ dem Käufer vor dem Kauf ersichtlich sein. Sollten Ihnen beim Kauf Zweifel kommen oder Sie unsicher sein, dann kontaktieren Sie den Hersteller vor dem Kauf und fragen ihn gezielt danach.

Wichtig ist, dass in der Kindertageseinrichtung keine Spielgeräte oder Spielzeuge zum Einsatz kommen, die den Warnhinweis tragen „Achtung. Nur für den Hausgebrauch“.

Risiken durch Magnetspielzeug

Sicherheitshinweis: Risiko Magnetspielzeug

23.01.2018

Beim Spielen mit Magneten können Kinder kleinere Magnete unabsichtlich verschlucken. Die mögliche Erstickungsgefahr, insbesondere für Kinder unter 36 Monaten, ist dabei nur ein Aspekt. Werden mehrere Magnetteile verschluckt, kann es passieren, dass sich Magneten im Darm gegenseitig anziehen und es zu einem Darmverschluss oder einer Perforation des Darmes kommt. Das kann im schlimmsten Fall tödlich enden. 

Weitere Informationen und Sicherheitshinweise finden Sie auf dem Bayerischen Verbraucherportal des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz.