Betriebsarten - Feuerwehren

Wichtige Hinweise:

Abgase von Dieselmotoren in Feuerwehrhäusern: Umsetzungsempfehlung

Die neu gefasste Technische Regel für Gefahrstoffe – Abgase von Dieselmotoren – (TRGS 554) sieht unter anderem vor, dass in Abstellbereichen von dieselbetriebenen Fahrzeugen (auch Stellplätze für Feuerwehrfahrzeuge) keine Aufbewahrungsmöglichkeiten für die Arbeitskleidung eingerichtet werden dürfen und ein Umkleiden nicht zulässig sei. Diese Neuregelung hat in der Praxis zu zahlreichen Nachfragen der Feuerwehren und Kommunen sowohl an das Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration als auch an die Geschäftsstelle des Beauftragten für Bürokratieabbau der Staatsregierung sowie zu Klagen über eine unzumutbare bürokratische Mehrbelastung geführt. Denn gerade in vielen kleineren Feuerwehrhäusern befinden sich die Umkleidebereiche für die Feuerwehrdienstleistenden oft in der Fahrzeughalle. Eine nachträgliche bauliche Trennung von Umkleidebereichen und Stellplätzen ist in vielen Feuerwehrhäusern – schon aus Platzmangel – kaum möglich.
Die Kommunale Unfallversicherung Bayern (KUVB) hat mit den fachlich zuständigen Staatsministerien für Umwelt und Verbraucherschutz sowie für Familie, Arbeit und Soziales und dem Landesfeuerwehrverband Bayern e. V. eine abgestimmte Lösung erarbeitet. Danach soll verstärkt auf die Installation von Abgasabsauganlagen im Bereich der Stellplätze Wert gelegt werden. Damit lassen sich die von Dieselmotoren ausgehenden Emissionen von ausrückenden bzw. einfahrenden Feuerwehrfahrzeugen wirksam beseitigen. Zudem kann auf aufwändige Umbauten in vorhandenen Feuerwehrhäusern verzichtet werden. Die KUVB-Information soll als Umsetzungsempfehlung zur Technischen Regel für Gefahrstoffe „Abgase von Dieselmotoren“ für die Gemeinden als Träger der Feuerwehren dienen. Die Übersicht gibt die wesentlichen Anforderungen der TRGS 554 hinsichtlich der Abstellbereiche für Feuerwehrfahrzeuge wieder. Darüber hinaus wird auf die Abgasabsaugung, auf das Umkleiden in der Fahrzeughalle sowie auf die Verantwortlichkeit für die Umsetzung der Schutzmaßnahmen eingegangen.

Erfahrungsaustausch für Fachkräfte für Arbeitssicherheit der Freiwilligen Feuerwehren 2020

Die KUVB bietet auch 2020 den Fachkräften für Arbeitssicherheit, die Freiwillige Feuerwehren in Bayern beraten, einen Erfahrungsaustausch an. Dieser Erfahrungsaustausch soll den Teilnehmenden die Möglichkeit bieten, Informationen auszutauschen und Antworten zu feuerwehrspezifische Fragestellungen abzustimmen. Weiter Infos unter "Veranstaltungen und Seminare"

Ärztliche Bescheinigung über die Untersuchung von Einsatzkräften der Freiwilligen Feuerwehr

Unter Berücksichtigung der Inhalte der DGUV Vorschrift 49 "Feuerwehren" hat das Sachgebiet "Feuerwehren und Hilfeleistungsorganisationen" die Ärztliche Bescheinigung über die Untersuchung von Einsatzkräften der Freiwilligen Feuerwehr überarbeitet. Auf der Rückseite des elektronischen Formulars finden sich Informationen zu rechtlichen Hintergründe, wie z. B. dass bei ehrenamtlich tätigen Feuerwehrangehörigen die arbeitsmedizinische Vorsorge wegen des Tragens von Atemschutzgeräten gemeinsam mit der Eignungsuntersuchung durch geeignete Ärzte bzw. Ärztinnen durchgeführt werden kann.

Die neue DGUV Vorschrift 49 „Feuerwehren“

Als Träger der gesetzlichen Unfallversicherung für den kommunalen Bereich in Bayern erlässt die KUVB unter Mitwirkung der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) auf Grundlage von § 15 Abs. 1 SGB VII Unfallverhütungsvorschriften (DGUV Vorschriften). Diese DGUV Vorschriften sind als autonomes Recht für Unternehmer und Versicherte, wie Gesetze und Verordnungen im Arbeitsschutz, verbindlich.

Um den aktuellen Belangen der freiwilligen Feuerwehren zu entsprechen und die Aspekte des modernen Arbeitsschutzes einfließen zu lassen, wurde die UVV „Feuerwehren“ nun grundlegend überarbeitet. Parallel hierzu wurde die eigenständige DGUV Regel 105-049 „Feuerwehren“ erstellt, die die Durchführungsanweisung (Kursivtext in der bisherigen UVV) ersetzt und nun deutlich präziser die Inhalte der DGUV Vorschrift 49 „Feuerwehren“ konkretisiert.

Die neue DGUV Vorschrift 49 - Unfallverhütungsvorschrift „Feuerwehren“ richtet sich vorrangig an den Unternehmer als Träger öffentlicher freiwilliger Feuerwehren bzw. öffentlicher Pflichtfeuerwehren. Im Vordergrund stehen insbesondere die Entlastung des Ehrenamtes und die Stärkung der Unternehmerpflichten.

In Kraft tritt die neue DGUV Vorschrift 49 „Feuerwehren“ mit der Bekanntmachung vom 23.01.2019.

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Feuerwehr-Haltegurt und andere Haltesysteme in der Feuerwehr

Aufgrund des Info-Blattes "Selbstrettungssystem" der Feuerwehrunfallkasse Niedersachsen  vom April 2019 erreichen uns zahlreiche Anfragen zum Thema Feuerwehr-Einsatzüberjacken mit integrierten Rettungsschlaufen (IRS).
In diesem Zusammenhang verweisen wir auf das Infoblatt Nr. 04 "Haltegurt und andere Haltesysteme in der Feuerwehr" des Sachgebietes "Feuerwehren und Hilfeleistungsorganisationen" der DGUV. Auch hier wird darauf hingewiesen, dass Rettungsschlaufen der Klasse A nicht zum Selbstabseilen verwendet werden dürfen. (Rettungsschlaufen der Klasse A bestehen aus Gurtbändern, die auf dem Rücken und unter den Armen der Person liegen, so dass diese in aufrechter Position gerettet wird.)

DGUV Information 205-021 „Leitfaden zur Erstellung einer Gefährdungsbeurteilung im Feuerwehrdienst“

Das Sachgebiet „Feuerwehren und Hilfeleistungsorganisationen“ der DGUV e.V. hat die DGUV Information „Leitfaden zur Erstellung einer Gefährdungsbeurteilung im Feuerwehrdienst“ (DGUV Information 205-021) redaktionell überarbeitet, aktualisiert und der neuen DGUV Vorschrift 49 „Feuerwehren“ angepasst.
Nach § 4 der DGUV Vorschrift 49 „Feuerwehren“ hat die Kommune Gefährdungen im Feuerwehrdienst zu ermitteln und erforderliche Maßnahmen für Sicherheit und Gesundheitsschutz für alle Feuerwehrangehörigen zu treffen. Die DGUV Information 205-021 unterstützt die Verantwortlichen der Kommunen bei der Durchführung der Gefährdungsbeurteilung. Erforderlichenfalls hat sich die Kommune hierbei durch die Fachkraft für Arbeitssicherheit beraten zu lassen und den fachlichen Rat der Leitung der Feuerwehr einzuholen.

Weitere aktuelle Informationen

Weitere aktuelle Informationen finden Sie hier.

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Gerne stehen wir Ihnen für Auskünfte über unser Opens external link in new windowKontaktformular zur Verfügung.

 

 

LandesFeuerwehrVerband Bayern e.V.

Zahlreiche weiterführenden Informationen für Feuerwehren finden sich auch auf dem Informations-Portal des LFV Bayern: