Sicherheit im Feuerwehrhaus

Nach § 12 Abs. 1 der DGUV Vorschrift 49 „Feuerwehren“ ist der Träger der Feuerwehr der sogenannte Unternehmer und somit vollumfänglich dafür verantwortlich, dass bauliche Anlagen der Feuerwehr so eingerichtet sind und betrieben werden, dass insbesondere unter Einsatzbedingungen Gefährdungen von Feuerwehrangehörigen vermieden werden sowie Feuerwehreinrichtungen und persönliche Schutzausrüstung sicher untergebracht, bewegt oder entnommen werden können. Übersichtliche Konkretisierungen an die Anforderungen zu baulichen Anlagen finden sich insbesondere in

Die DGUV Information 205-008 wurde unter maßgeblicher Beteiligung der Kommunalen Unfallversicherung Bayern im Sachgebiet der DGUV erarbeitet und gibt exakt die Auffassung der KUVB wieder.

Daher gibt die KUVB grundsätzlich keine Stellungnahmen zu Planungsunterlagen und insbesondere zu Abweichungen von den Inhalten der DGUV Information 205-008 "Sicherheit im Feuerwehrhaus" ab.

Vielmehr gehen wir davon aus, dass die Bauplaner die einschlägigen Bestimmungen und Planungsgrundlagen (siehe oben) einhalten und dies auch vertraglich bei der Beauftragung vereinbart wurde.

Abweichungen von den Inhalten der DGUV Information 205-008 "Sicherheit im Feuerwehrhaus" sind grundsätzlich möglich, liegen jedoch allein im Entscheidungs- und Verantwortungsbereich des Trägers der Feuerwehr. Dieser muss im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung dokumentieren, wie trotz der Abweichungen mindestens die gleiche Sicherheit auf andere Weise gewährleistet werden kann und die verbindlichen Vorgaben der DGUV Vorschrift 49 „Feuerwehren“ eingehalten werden. Dabei sind die örtlichen Verhältnisse zu berücksichtigen und insbesondere die Maßnahmen der Gefährdungsbeurteilung maßgeblich.
Die Pflicht zur Erstellung einer Gefährdungsbeurteilung ergibt sich auch nach § 4 der DGUV Vorschrift 49 „Feuerwehren“. Der Unternehmer hat sich erforderlichenfalls zur Wahrnehmung seiner Pflichten zur Gewährleistung von Sicherheit und Gesundheitsschutz sicherheitstechnisch, z. B. durch die Fachkraft für Arbeitssicherheit, beraten zu lassen.

Die KUVB kann den Unternehmer durch Stellungnahmen zu Abweichungen vom Regelwerk weder von der Verpflichtung zur Erstellung der Gefährdungsbeurteilung befreien noch in seiner Verantwortung entlasten.

Bestehen konkrete Fragestellungen zu Details baulicher Anlagen der Feuerwehr, die nicht geregelt sind, so besteht die Möglichkeit, dass nach sicherheitstechnischer Beratung durch die Fachkraft für Arbeitssicherheit eine Beratung der KUVB zu diesen Einzelpunkten erfolgt.

Bei bestehenden Feuerwehrhäusern sind im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung regelmäßige Begehungen der baulichen Anlagen durch den Unternehmer erforderlich. Hierbei ist neben der DGUV Information 205-008 "Sicherheit im Feuerwehrhaus" auch die Checkliste für Feuerwehrhäuser zu beachten