Coronavirus: Handlungshilfe für lüftungstechnische Maßnahmen

30.07.2020

Sicherheit und Gesundheitsschutz haben oberste Priorität, wenn es um Arbeit in Zeiten der Corona-Pandemie geht. Dem Arbeitsschutz kommt dabei eine zentrale Rolle zu. Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) und die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung haben daher gemeinsam den Arbeitsschutzstandard COVID 19 vorgestellt. Dieser formuliert konkrete Anforderungen an den Arbeitsschutz in Zeiten der Corona-Krise.

Der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard beruht auf den bestehenden gesetzlichen Bestimmungen und hat keine unmittelbare Rechtsqualität. Vielmehr konkretisiert er die Anforderungen des Arbeitsschutzrechts. Der Arbeitsschutzstandard ist damit eine Orientierung, die den Betrieben und Einrichtungen weitgehend Rechts- und Handlungssicherheit gibt. Maßgeblich bleibt jedoch stets die tatsächliche Situation beim Arbeitgeber oder Dienstherrn vor Ort, wo der gesetzlich vorgegebene Infektions- und Arbeitsschutz durch passende Maßnahmen sichergestellt werden kann und muss.

Zum Thema lüftungstechnische Maßnahmen hat die Berufsgenossenschaft Holz und Metall (BGHM) eine Handlungshilfe für lüftungstechnische Maßnahmen entwickelt (siehe: https://www.bghm.de/coronavirus/handlungshilfen/). Diese Handlungshilfe ergänzt den SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard des BMAS und konkretisiert diesen in Abschnitt 3 Ziff. 3 (Lüftung).

Das Bayerische Staatsministerium der Finanzen und für Heimat hat als das für dienstrechtliche Angelegenheiten zuständige Ministerium die Hinweise aufgegriffen und mit der Bitte um Beachtung im öffentlichen Dienst herausgegeben (vgl. Schreiben vom 24. Juli 2020).

Bitte beachten: Am 31. Juli hat das Bayerische Staatsministerium der Finanzen und für Heimat anlässlich einer Reihe von Rückfragen den Passus „Einsatz von Klima- und Lüftungsanlagen" wie folgt gefasst:

„Einsatz von Klima- und Lüftungsanlagen

Der Einsatz von Klimaanlagen in ausschließlich einzeln genutzten Büros ist unbedenklich. In Räumen, die von mehreren Personen genutzt werden (z.B. Büros mit Publikumsverkehr, Büros während Besprechungen oder Besprechungsräume), sollten ganz oder teilweise umluftbetriebene Anlagen lediglich zur Kühlung vor und nach der Nutzung verwendet werden. Die Frischluftzufuhr sollte dann, wie oben dargestellt, manuell sichergestellt werden." (Schreiben vom 31. Juli 2020)

Für inhaltliche Fragen zum Thema Arbeitsschutz stehen die KUVB und die Bayer. LUK als Unfallversicherungsträger der öffentlichen Hand in Bayern ihren Mitgliedsbetrieben gern zur Verfügung. Den Geschäftsbereich Prävention erreichen Sie hierfür entweder per E-Mail über praevention@kuvb.de oder telefonisch unter der Nummer 089 36093-599.

 

 

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